Gadertaler Schlucht: Forst schafft Arbeiten unter extremen Bedingungen

21.05.2026, 07:10

Forstwirtschaftslandesrat Walcher lobt außerordentliche Maßnahme der Forstbehörde in Absprache mit Landesstraßendienst und Bevölkerungsschutz

Die Arbeiten wurden unter äußerst schwierigen Bedingungen durchgeführt. (Foto: LPA/Forstinspektorat Bruneck/Forststation St. Vigil in Enneberg)
Die Arbeiten wurden unter äußerst schwierigen Bedingungen durchgeführt. (Foto: LPA/Forstinspektorat Bruneck/Forststation St. Vigil in Enneberg)

BRUNECK/ST. LORENZEN/ENNEBERG/ST. MARTIN IN THURN (LPA). Im geschädigten Schutzwald entlang der Gadertaler Staatsstraße hat eine spezialisierte Holzschlägerungsfirma an drei Wochenenden dringend nötige Abholzungsarbeiten durchgeführt (LPA hat berichtet). Die geplanten Holzschlägerungsarbeiten wurden von den jeweiligen Waldeigentümern in Auftrag gegeben, koordiniert von der Forstbehörde, berichtet Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher: "Die Arbeiten in der Gadertaler Schlucht wurden in sehr schwierigem, steilem Gelände hervorragend ausgeführt, lobenswert war der Einsatz der Forstbehörde. Es ist für mich eine große Genugtuung, dass mit dieser Maßnahme das Schadenspotential abgewendet und die darunterliegende Straße für Gadertalerinnen und Gadertaler und Gäste geschützt und gesichert werden konnte."

"Es war dies eine außerordentliche Maßnahme in Absprache mit dem Landesstraßendienst und dem Bevölkerungsschutz", unterstreicht Landesforstdirektor Günther Unterthiner und verweist auf die gute Zusammenarbeit mit der Landesabteilung Mobilität und der Agentur für Bevölkerungsschutz und der Bezirksgemeinschaft.

"Im Einsatz standen 30 bis 45 Personen zwischen Waldarbeitern sowie Besatzung und Bodenpersonal der Helikopterunternehmen, zeitweilig 4 Hubschrauber, 4 Förster der Forststationen von St. Vigil und Bruneck sowie 2 Forsträte", fasst der Direktor des Forstinspektorats Bruneck Wolfgang Weger zusammen: "Durch Hubschrauberbringung haben wir die geschlägerten Bäume aus diesem schwierigen Gelände zu bereitstehenden Lagerplätzen verfrachtet. Ein kleiner Teil verbleibt in der Fläche in Form von quer gefällten Bäumen, um die Oberflächenrauigkeit zu erhöhen und als Schutz vor abrollenden Steinen und Schneerutschungen." An 6 Tagen wurden mehr als 3000 Bäume gefällt und abtransportiert.

"Quer gefällte Bäume sind Baumstämme, die gezielt quer zum Hang abgelegt werden und als Sperren dienen. Zudem sind sie als Totholz wertvoller Lebensraum für Artenvielfalt und wichtig für eine schnellere Wiederbewaldung", ergänzt der stellvertretende Direktor des Forstinspektorats Bruneck Gottlieb Moling.

mac

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