Gadertaler Schlucht: Forst schafft Arbeiten unter extremen Bedingungen
Forstwirtschaftslandesrat Walcher lobt außerordentliche Maßnahme der Forstbehörde in Absprache mit Landesstraßendienst und Bevölkerungsschutz
BRUNECK/ST. LORENZEN/ENNEBERG/ST. MARTIN IN THURN (LPA). Im geschädigten Schutzwald entlang der Gadertaler Staatsstraße hat eine spezialisierte Holzschlägerungsfirma an drei Wochenenden dringend nötige Abholzungsarbeiten durchgeführt (LPA hat berichtet). Die geplanten Holzschlägerungsarbeiten wurden von den jeweiligen Waldeigentümern in Auftrag gegeben, koordiniert von der Forstbehörde, berichtet Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher: "Die Arbeiten in der Gadertaler Schlucht wurden in sehr schwierigem, steilem Gelände hervorragend ausgeführt, lobenswert war der Einsatz der Forstbehörde. Es ist für mich eine große Genugtuung, dass mit dieser Maßnahme das Schadenspotential abgewendet und die darunterliegende Straße für Gadertalerinnen und Gadertaler und Gäste geschützt und gesichert werden konnte."
"Es war dies eine außerordentliche Maßnahme in Absprache mit dem Landesstraßendienst und dem Bevölkerungsschutz", unterstreicht Landesforstdirektor Günther Unterthiner und verweist auf die gute Zusammenarbeit mit der Landesabteilung Mobilität und der Agentur für Bevölkerungsschutz und der Bezirksgemeinschaft.
"Im Einsatz standen 30 bis 45 Personen zwischen Waldarbeitern sowie Besatzung und Bodenpersonal der Helikopterunternehmen, zeitweilig 4 Hubschrauber, 4 Förster der Forststationen von St. Vigil und Bruneck sowie 2 Forsträte", fasst der Direktor des Forstinspektorats Bruneck Wolfgang Weger zusammen: "Durch Hubschrauberbringung haben wir die geschlägerten Bäume aus diesem schwierigen Gelände zu bereitstehenden Lagerplätzen verfrachtet. Ein kleiner Teil verbleibt in der Fläche in Form von quer gefällten Bäumen, um die Oberflächenrauigkeit zu erhöhen und als Schutz vor abrollenden Steinen und Schneerutschungen." An 6 Tagen wurden mehr als 3000 Bäume gefällt und abtransportiert.
"Quer gefällte Bäume sind Baumstämme, die gezielt quer zum Hang abgelegt werden und als Sperren dienen. Zudem sind sie als Totholz wertvoller Lebensraum für Artenvielfalt und wichtig für eine schnellere Wiederbewaldung", ergänzt der stellvertretende Direktor des Forstinspektorats Bruneck Gottlieb Moling.
mac
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- Die Arbeiten wurden unter äußerst schwierigen Bedingungen durchgeführt. (Foto: LPA/Forstinspektorat Bruneck/Forststation St. Vigil in Enneberg) » [IMG 258 kB]
- Die Holzschlägerungsarbeiten waren von den jeweiligen Waldeigentümern in Auftrag gegeben worden, koordiniert von der Forstbehörde. (Foto: LPA/Forstinspektorat Bruneck/Forststation St. Vigil in Enneberg) » [IMG 731 kB]
- Während der Ausführung der Arbeiten musste die Gadertaler Staatsstraße an drei Wochenenden aus Sicherheitsgründen abschnittsweise für den Verkehr gesperrt werden. (Foto: LPA/Forstinspektorat Bruneck/Forststation St. Vigil in Enneberg) » [IMG 354 kB]
- Durch die Holzarbeiten wurde die Gefahr für die darunterliegende Straße reduziert. (Foto: LPA/Forstinspektorat Bruneck/Forststation St. Vigil in Enneberg) » [IMG 380 kB]
- Zwischen Ende April und Mitte Mai hat eine spezialisierte Holzschlägerungsfirma die nötigen Abholzungsarbeiten in der Gadertaler Schlucht durchgeführt, beginnend bei den gefährlichsten Flächen. (Foto: LPA/Forstinspektorat Bruneck/Forststation St. Vigil in Enneberg) » [IMG 285 kB]
- Da die Bäume durch Borkenkäferbefall massiv geschädigt waren, war die Schutzwaldfunktion drastisch eingeschränkt; die Bäume wurden zum Großteil entfernt, einige blieben als quer gefällte Bäume liegen. (Foto: LPA/Forstinspektorat Bruneck/Forststation St. Vigil in Enneberg) » [IMG 797 kB]
- Durch Hubschrauberbringung wurden die geschlägerten Bäume aus diesem schwierigen Gelände zu bereitstehenden Lagerplätzen verfrachtet. Ein kleiner Teil verbleibt in der Fläche in Form von quer gefällten Bäumen, um die Oberflächenrauigkeit zu erhöhen und als Schutz vor abrollenden Steinen und Schneerutschungen. (Foto: LPA/Forstinspektorat Bruneck/Forststation St. Vigil in Enneberg) » [IMG 700 kB]
- Durch die Holzschlägerungsarbeiten konnte die Gefahr für die darunter befindliche Straße verringert werden. (Foto: LPA/Forstinspektorat Bruneck/Forststation St. Vigil in Enneberg) » [IMG 905 kB]
- Ziel der durchgeführten Arbeiten ist es, Sicherheit für die darunterliegende Straße zu gewährleisten und gleichzeitig die Schutzfunktion des Waldes Schritt für Schritt wieder herzustellen.(Foto: LPA/Forstinspektorat Bruneck/Forststation St. Vigil in Enneberg) » [IMG 986 kB]
- Die Situation der Wälder in der Gadertaler Schlucht ist sehr schwierig, große Waldflächen in sehr steilem und schwierigem Gelände sind durch Borkenkäferbefall geschädigt, vor allem in den beiden Hauptbereichen von Montal in der Gemeinde St. Lorenzen bis Zwischenwasser in der Gemeinde Enneberg und zwischen Zwischenwasser und Pikolein in der Gemeinde St. Martin in Thurn. Nun wurden borkenkäfergeschädigte Bäume entfernt. (Foto: LPA/Forstinspektorat Bruneck/Forststation St. Vigil in Enneberg) » [IMG 693 kB]
- Die Holzarbeiten im geschädigten Schutzwald entlang der Gadertaler Staatsstraße wurden an drei Wochenenden durchgeführt: am 25./26. April, am 9./10. Mai und am 16./17. Mai; aus Sicherheitsgründen musste die Gadertaler Staatsstraße in dieser Zeit abschnittsweise gesperrt werden. (Foto: LPA/Forstinspektorat Bruneck/Forststation St. Vigil in Enneberg) » [IMG 1 MB]
- Große Waldflächen in sehr steilem und schwierigem Gelände in der Gadertaler Schlucht waren durch Borkenkäferbefall geschädigt und mussten deshalb entfernt werden. (Foto: LPA/Forstinspektorat Bruneck/Forststation St. Vigil in Enneberg) » [IMG 4 MB]
- Die borkenkäfergeschädigten Baumstämme mussten gefällt und entfernt werden. (Foto: LPA/Forstinspektorat Bruneck/Forststation St. Vigil in Enneberg) » [IMG 275 kB]
- Über 3000 Bäume haben die Arbeiter der Spezialfirma an 6 Tagen gefällt und abtransportiert. (Foto: LPA/Forstinspektorat Bruneck/Forststation St. Vigil in Enneberg) » [IMG 676 kB]
- Die Arbeiter einer auf Forsttechnik und Hackservice spezialisierten Firma haben mit den Förstern die anspruchsvolle Arbeit in den Hängen der Gadertaler Schlucht durchgeführt. (Foto: LPA/Forstinspektorat Bruneck/Forststation St. Vigil in Enneberg) » [IMG 139 kB]
- Es galt, die schwierig durchzuführenden Arbeiten gut durchzusprechen: Im Bild Förster Simon Moling von der Forststation St. Vigil (Mitte) mit dem Chef und einem Mitarbeiter der ausführenden spezialisierten Holzschlägerungsfirma. (Foto: LPA/Forststation St. Vigil in Enneberg) » [IMG 196 kB]
- Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher: "Die Arbeiten in der Gadertaler Schlucht wurden in sehr schwierigem, steilem Gelände hervorragend ausgeführt, lobenswert war der Einsatz der Forstbehörde. Es ist für mich eine große Genugtuung, dass mit dieser Maßnahme das Schadenspotential abgewendet und die darunterliegende Straße für Gadertalerinnen und Gadertaler und Gäste geschützt und gesichert werden konnte." (Foto: LPA/Maja Clara) » [IMG 1 MB]















