Großes Interesse am Studiengang Dentalhygiene an der Claudiana

21.09.2026, 14:03

20 Studienplätze voll besetzt - Steigende Nachfrage unterstreicht Attraktivität der Ausbildung und Bedeutung der Mundgesundheit an der Claudiana in Bozen

Der zweisprachige Studiengang Dentalhygiene am universitären Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe Claudiana in Bozen verbindet die Theorie mit Praxis. Alle 20 verfügbaren Studienplätze sind im Herbst 2026 besetzt. (Foto: LPA/Tiberio Sorvillo)
Der zweisprachige Studiengang Dentalhygiene am universitären Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe Claudiana in Bozen verbindet die Theorie mit Praxis. Alle 20 verfügbaren Studienplätze sind im Herbst 2026 besetzt. (Foto: LPA/Tiberio Sorvillo)

BOZEN (LPA). Mundgesundheit beginnt mit Vorsorge. Genau da setzt die Arbeit der Dentalhygienikerinen und zum Dentalhygieniker an. Am universitären Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe Claudiana in Bozen wächst das Interesse an diesem Gesundheitsberuf seit Jahren. Für die 20 verfügbaren Studienplätze gingen 38 Bewerbungen als Erstwahl und weitere 19 als Zweitwahl ein. Am 16. September fand der Aufnahmetest statt. Nun steht fest, dass der Studiengang Dentalhygiene im Herbst 2026 mit voller Auslastung startet. Alle 20 verfügbaren Studienplätze sind besetzt.

"Das große Interesse am Studiengang Dentalhygiene zeigt, dass die Gesundheitsberufe attraktive und zukunftsorientierte Ausbildungswege darstellen. Ich freue mich, dass wir jetzt wieder mit einem vollbesetzten Studiengang starten. Wir bilden Fachkräfte aus, die einen wichtigen Beitrag zur Prävention und zur Förderung der Mundgesundheit leisten können. Auch in diesem Bereich gewinnt die Prävention zunehmend an Bedeutung", sagt Gesundheitslandesrat Hubert Messner.

Theorie und Praxis in verschiedenen Bereichen

In den ersten Jahren wurden die 20 verfügbaren Studienplätze nicht regelmäßig vergeben wurden, inzwischen ist die Nachfrage inzwischen gestiegen. Ein besonderer Anstieg ist ab 2020/2021 zu verzeichnen. Für das akademische Jahr 2024/2025 gab es 40 Interessierte, 2025/2026 waren es 25.

Der zweisprachige Studiengang umfasst 180 ECTS-Punkte (European Credit Transfer System) und verbindet die Theorie- mit Praxis-Ausbildung. Die vielfältigen Praktika finden in verschiedenen klinischen und betreuenden Bereichen statt. Sie werden unter anderem in den zahnärztlichen Diensten des Südtiroler Sanitätsbetriebs, aber auch in Kindergärten und Seniorenwohnheimen, am Agostino-Gemelli-Universitätsklinikum in Rom sowie in privaten akkreditierten Einrichtungen in Deutschland und in Südtirol absolviert.

"Der kontinuierliche Anstieg der Nachfrage hat die Entwicklung des Studiengangs begleitet und unterstützt und dazu beigetragen, seine Rolle innerhalb des Ausbildungsangebots der Gesundheitsberufe zu festigen. Der Studiengang Dentalhygiene hat sich im Laufe der Jahre auf positive Weise weiterentwickelt und trägt dazu bei, Fachkräfte auszubilden, die ein Präventionsmodell entwickeln können, das alle Altersgruppen der Bevölkerung einbezieht, einschließlich der weniger wohlhabenden und besonders schutzbedürftigen Gruppen. In diesem Sinne stellt die Dentalhygienikerin bzw. der Dentalhygieniker eine strategisch wichtige Berufsgruppe innerhalb der Präventions- und Gesundheitserziehungsangebote dar, indem sie bzw. er zu einem korrekten Verhalten beiträgt und das Bewusstsein der Bevölkerung stärkt", unterstreicht Marco Padovan, Studiengangsleiter in Dentalhygiene an der Claudiana.

Zusatzinformationen

Entwicklung der Arbeit der Dentalhygieniker und der Dentalhygienikerinnen

Dentalhygienikerinnen und Dentalhygieniker tragen zur Prävention und Behandlung von Erkrankungen der Mundhöhle und der Zähne bei, beraten zur Mundgesundheit und beteiligen sich an Projekten zur Förderung der Mundgesundheit. An der Claudiana starteten bereits 2007 Präventionsprogramme an Schulen und ab 2013 Initiativen zur Mundgesundheit in Seniorenwohnheimen. Seit 2023 ist zudem ein Projekt zur Mundgesundheit im Rahmen der Rückbildungskurse nach der Geburt aktiv.

Auch in der multidisziplinären Betreuung von Menschen mit komplexen Erkrankungen wie Diabetes sowie onkologischen, hämatologischen oder kardiologischen Erkrankungen spielt die Dentalhygiene eine wichtige Rolle. Der Beruf trägt damit auch zu einer ganzheitlichen Gesundheitsversorgung bei.

Der steigende Bedarf an Fachkräften spiegelt sich auch im Sektor wider: In Südtirol gibt es derzeit rund 380 private Zahnarztpraxen mit rund 130 Dentalhygienikerinnen und Dentalhygienikern. Im öffentlichen Gesundheitsdienst gibt es derzeit 38 zahnärztliche Behandlungsstühle, an denen acht Dentalhygienikerinnen und Dentalhygieniker tätig sind.

red/san