#halbzeit Landesrat Galateo (1/3): Junge Menschen im Fokus

03.08.2026, 11:37

Landrat Galateo bezeichnet die Rolle der Jugendlichen in Südtirol als zentral - Inklusive Schule, Aufstockung des Lehrpersonals und Schaffung von Bildungsräume für junge Menschen im Fokus

Bei der #halbzeit-Pressekonferenz am 3. August stellte Landesrat Marco Galateo seine Arbeitsschwerpunkte Italienische Bildung und Kultur sowie Wirtschaftsentwicklung vor. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)
Bei der #halbzeit-Pressekonferenz am 3. August stellte Landesrat Marco Galateo seine Arbeitsschwerpunkte Italienische Bildung und Kultur sowie Wirtschaftsentwicklung vor. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

BOZEN (LPA). Landesrat Marco Galateo hat am 3. August im Rahmen der #halbzeit-Pressekonferenz Bilanz über die ersten zweieinhalb Jahre seiner Amtszeit gezogen. Im neuen Jugendzentrum Terraferma in Bozen wurde auf Erreichtes zurückgeblickt: "Die Menschen und deren Weiterentwicklung stehen in den Mittelpunkt unserer Arbeit“, hob Landesrat Galateo hervor und dankte Don Paolo Zuliani, Pfarrer der Pfarrei zum hl. Johannes Bosco in Bozen, der das Jugend- und Kulturzentrum initiiert und dessen Umsetzung mitgetragen hat. "Die Bildungsräume für junge Menschen sind ein konkretes Beispiel dafür, wie wir in die Zukunft unserer Jugendlichen investieren. Wir wollen durch diese erfolgreichen Modelle das kulturelle Wachstum der jungen Menschen stärken, indem die Generationen zusammengebracht werden und sich damit Chancen für alle ergeben“, betonte Galateo, der ankündigte die territorialen Bildungsräume auf das gesamte Landesgebiet ausweiten zu wollen.

Im Hinblick auf Bildung und Ausbildung nannte der Landesrat den Kampf gegen Mobbing und Ausgrenzung als einen Schwerpunkt: "Wir setzen uns täglich für eine inklusive, mehrsprachige und sichere Schule ein." Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen in diesem Bereich zähle unter anderem das Projekt Elisa, eine Schulung für Lehrpersonen, bei der der Fokus auf der Beobachtung des Schulklimas und auf der Prävention von psychischen Belastungen liegt. Bei Projekten wie "Legalità in aula" ("Rechtsstaatlichkeit im Klassenzimmer") würden sich die Schülerinnen und Schüler "als wahren Gestalter des Wandels" hervortun. Auch die App "Battbull", entwickelt von Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsoberschule "Cesare Battisti" in Bozen, um Vorfälle von Mobbing und Cybermobbing innerhalb der Schule sicher oder anonym zu verhindern, zu melden und aufzuarbeiten

Landesrat Galateo wolle das Lehrpersonal an den Schulen unterstützen, insbesondere im Bereich der Integration, "denn Inklusion ist ein grundlegender Aspekt im Schulsystem". Im Schuljahr 2026/2027 beläuft sich der Personalstand an den italienischsprachigen Schulen auf 3275,75 Stellen (ein Anstieg um 221 Stellen gegenüber 2023/2024), die Zahl der Integrationsmitarbeitenden liegt bei 227,50 Stellen (plus 58 Stellen).

"Die Schule muss den Blick immer nach vorne haben", sagte Galateo mit Blick auf das im Juni verabschiedete Sammelgesetz zum Bildungswesen. „Vereinfachung, Transparenz und mehr Autonomie bilden die Grundlagen für die Zukunft der kommenden Generationen“, unterstrich der Landesrat.

tl/ck