High-Tech aus Südtirol für Weltraum und Unterwasserwelt

15.09.2026, 13:20

Wirtschaftslandesrat Galateo nimmt an Konferenz "Stati Generali della Space Economy" in Triest teil – Südtiroler Unternehmen auch im Bereich der Dual-Use-Technologien aktiv

Wirtschaftslandesrat Galateo nahm an einer Veranstaltung zur Weltraumwirtschaft in Triest teil und hob dabei die Bedeutung Südtiroler Unternehmen in diesem Bereich hervor. (Foto: LPA/Abteilung Wirtschaftsentwicklung)
Wirtschaftslandesrat Galateo nahm an einer Veranstaltung zur Weltraumwirtschaft in Triest teil und hob dabei die Bedeutung Südtiroler Unternehmen in diesem Bereich hervor. (Foto: LPA/Abteilung Wirtschaftsentwicklung)

TRIEST (LPA). "Der Weltraum und die Meeresgründe sind Grenzen, an denen sich die Souveränität, die Sicherheit und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit eines Landes entscheiden", sagte Landesrat Marco Galateo, im Rahmen der "Stati Generali della Space Economy“ in Triest. Diese Veranstaltungsreihe wird von der fraktionsübergreifenden Gruppe des italienischen Parlaments zur Weltraumwirtschaft organisiert. Die Ausgabe vom 14. September widmete sich dem Thema "Space and underwater. Sviluppo e adattamento di tecnologie congiunte". 

Landesrat Galateo sprach im Rahmen einer Podiumsdiskussion darüber, dass Südtirol dank innovativer lokaler Unternehmen auch in diesem Bereich von strategischer Wichtigkeit für das gesamte Staatsgebiet sei: "Mit über 63.000 Unternehmen und einem um 0,9 Prozent wachsenden BIP im Vergleich dazu beträgt der gesamtstaatliche Wert 0,5 Prozent verfügt Südtirol über einen stark expandierenden Fertigungs- und Technologiesektor. Unternehmen wie Microgate, Acciaierie Valbruna, IDV und Elektrisola sind nicht nur lokale Vorzeigeunternehmen, sondern dank der Qualität ihrer hochmodernen Komponenten weltweit anerkannte Spitzenunternehmen. Fortschrittliche Technologien wie Präzisionssensorik, autonome Robotik und Cybersicherheit, würden sich als entscheidend für den Fernschutz kritischer Unterwasserinfrastrukturen, von Datenkabeln bis hin zu Gaspipelines, erweisen, erinnerte der Landesrat.

"Geopolitische Überlegungen sind von großer strategischer Bedeutung. In diesem Zusammenhang sind auch Forschung und Entwicklung von Dual-Use-Technologien, also Instrumente, die gleichzeitig zivilen und militärischen Zwecken dienen können, ein Schlüssel, um mehr Stabilität gewährleisten und gleichzeitig wissenschaftliche Fortschritte erzielen zu können", ist Galateo überzeugt. Das Südtiroler Herzstück dieses Technologietransfers sei der NOI Techpark in Bozen, der mit seinen 70 Labors den Dialog zwischen Unternehmen und Forschungsinstituten wie Eurac Research täglich lebt. „Südtirol vernetzt sich mit den großen Industrieakteuren wie Leonardo und Fincantieri, um die Innovation aus den Alpen in den Dienst der Sicherheit und der Entwicklung des gesamten Landes zu stellen."

tl/ck