Kompatscher: Berglandwirtschaft und Energie für die Zukunft stärken

23.10.2026, 12:16

Regierungsvertreter erläutern in Bregenz Beschlüsse der ARGE ALP zu Energie, Wasser und Berglandwirtschaft - Südtirols Landeshauptmann betont die Bedeutung fairer Rahmenbedingungen für Berggebiete

Landeshauptmann Arno Kompatscher betonte bei der ARGE-ALP-Regierungskonferenz, dass es  für Südtirol entscheidend sei, dass die Berglandwirtschaft faire Rahmenbedingungen erhalte. (Foto: Land Vorarlberg/7PRO.TV)
Landeshauptmann Arno Kompatscher betonte bei der ARGE-ALP-Regierungskonferenz, dass es für Südtirol entscheidend sei, dass die Berglandwirtschaft faire Rahmenbedingungen erhalte. (Foto: Land Vorarlberg/7PRO.TV)

BREGENZ (LPA). Bei einer Pressekonferenz nach der 57. Regierungschefkonferenz der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (ARGE ALP) haben Landeshauptmann Arno Kompatscher, Landeshauptmann Markus Wallner (Vorarlberg) und Regierungsrat Marc Mächler (Kanton St. Gallen) am 23. Oktober die Ergebnisse präsentiert. Im Mittelpunkt standen Energieversorgung, Wasserschutz und Berglandwirtschaft.

Kompatscher betonte die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen: "Unsere Beschlüsse verbinden Ökologie, Ökonomie und Kultur. Für Südtirol ist entscheidend, dass die Berglandwirtschaft faire Rahmenbedingungen erhält, unsere Ressourcen geschützt werden und die Energiewende Versorgungssicherheit und Leistbarkeit gewährleistet."

Berglandwirtschaft braucht verlässliche Perspektiven

Mit einer Resolution fordert die ARGE ALP eine eigenständige, ausreichend finanzierte und langfristig verlässliche Agrarpolitik. Ausgleichszahlungen, Direktzahlungen und Förderungen für die Alm- und Alpwirtschaft sollen gesichert und an die Bewirtschaftungskosten angepasst werden. Weitere Ziele sind weniger Bürokratie, stärkere regionale Wertschöpfungsketten und bessere Perspektiven für Hofübernahmen.

Energie und Wasser: Versorgungssicherheit stärken

Die Mitgliedsregionen fordern den raschen Ausbau erneuerbarer Energien und zusätzlicher Speicherkapazitäten. Wasserkraft und Pumpspeicher sollen zur Energieunabhängigkeit Europas beitragen. Wichtig sind auch leistungsfähige Stromnetze und eine Wasserstoffinfrastruktur entlang eines Süd-Korridors.

"Die Alpenregionen stehen trotz unterschiedlicher Staatszugehörigkeit häufig vor ähnlichen Herausforderungen. Mit der ARGE ALP bündeln wir unsere Kräfte und entwickeln gemeinsame Lösungen für eine sichere, leistbare und nachhaltige Energiezukunft", sagte Landeshauptmann Markus Wallner.

Eine weitere Resolution zielt auf die langfristige Sicherung der Wasserversorgung. Trinkwasser muss in hoher Qualität, ausreichender Menge und zu angemessenen Preisen verfügbar bleiben. Klimawandel, Trockenperioden und steigender Bewässerungsbedarf erfordern vorausschauende Planung und Investitionen.

Regierungsrat Marc Mächler betonte: "Der Klimawandel stellt die Wasserversorgung im Alpenraum vor wachsende Herausforderungen. Trinkwasser muss auch künftig in hoher Qualität, ausreichender Menge und zu angemessenen Preisen verfügbar bleiben. Dafür braucht es vorausschauende Planung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit."

Vorarlberg übergab zum Abschluss den Vorsitz der ARGE ALP an Bayern.

Zusatzinformationen

Die Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (Arge Alp)

BREGENZ (LPA). In der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (Arge Alp) arbeiten in den vier Staaten Deutschland, Italien, Österreich und Schweiz folgende Länder, Provinzen, Regionen und Kantone mit einer Gesamtbevölkerungszahl von rund 26 Millionen Menschen zusammen: Bayern, Graubünden, Lombardei, Salzburg, St. Gallen, Südtirol, Tessin, Tirol, Trient und Vorarlberg. Alle Informationen zur Arge Alp sind unter www.argealp.org abrufbar.

pio