Landtag genehmigt Nachtragshaushalt: über eine Milliarde Euro
Landtag beschließt Schuldenabbau, Investitionen in Mobilität, Bevölkerungsschutz und Familie sowie zusätzliche 57 Millionen Euro für Bildung, Innovation und Energiewende
BOZEN (LPA). Der Südtiroler Landtag hat am 22. Juli den Nachtragshaushalt 2026 genehmigt. Die Maßnahme verbindet finanzielle Nachhaltigkeit, infrastrukturelle Entwicklung und sozialen Zusammenhalt und stellt insgesamt 1,029 Milliarden Euro bereit. Im Zuge der Beratungen im Landtag konnten weitere rund 57 Millionen Euro an zusätzlichem Handlungsspielraum aktiviert werden.
"Wir haben einen klaren Kurs verfolgt: weniger Schulden, gezielt Investitionen und eine Stärkung der Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger", sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher nach der Genehmigung.
Im Zentrum steht die Verringerung der Schuldenlast durch die vorzeitige Tilgung von Darlehen in Höhe von rund 411,6 Millionen Euro, wodurch finanzielle Spielräume für neue Investitionen entstehen. Hinzu kommen strategische Maßnahmen wie der Ankauf ehemaliger SIP-Gebäude, die Stärkung des NOI Techpark als Innovationszentrum sowie die Planung des Michael-Pacher-Hauses in Bruneck und eine Aufstockung der Mittel für den Bevölkerungsschutz.
"Diese Investitionen stehen für Sicherheit, Resilienz und territoriale Entwicklung", betonte der Landeshauptmann. Ein wesentlicher Teil der Mittel fließt in Infrastruktur und Mobilität: Instandhaltung von Brücken, neue FLIRT-Züge, der Ausbau der Radwege, Beiträge für Seilbahnanlagen sowie die Südspange Brixen. Auch das öffentliche Bauvermögen wird gestärkt, unter anderem durch die energetische Sanierung der Gebäude im Besitz des Landes sowie Neubauten der Umweltagentur und der Landesnotrufzentrale. Für die Sanierung von Schutzhütten stehen weitere Mittel bereit.
Im Gesundheitsbereich sind Investitionen für den neuen Modulbau des Krankenhauses Bozen sowie für Familienberatungsstellen vorgesehen. Die Familien- und Sozialpolitik wird durch die volle Absicherung des Landeskindergeldes, höhere Stundensätze für Tagesmütter und den Ausbau der Nachmittagsbetreuung gestärkt.
Im Bildungsbereich gibt es zusätzliche Mittel für Schulsozialpädagogik, Mittagspausenaufsicht sowie für Lehr- und Kindergartenpersonal. Investiert wird zudem in Kultur und Denkmalpflege. "Mit diesem Nachtragshaushalt investieren wir gezielt in Zukunftsbereiche und stärken gleichzeitig die finanzielle Stabilität unseres Landes", so Kompatscher.
Eine weitere wichtige Investition erfolgt im Umweltbereich. Aufgrund der hohen Nachfrage der Südtiroler Bevölkerung sind zusätzlich 40 Millionen Euro für konkrete Maßnahmen vorgesehen, um den Ausstieg aus fossiler Energie zu fördern.
Weitere Mittel gehen in Wirtschaftsbeiträge, die Kapitalstärkung der Therme Meran, die Eishalle Sterzing sowie höhere WOBI-Beiträge für den Wohnbau. Durch im Landtag aktivierte zusätzliche Mittel – 20 Millionen Euro Regionsbeitrag sowie 37 Millionen Euro aus Fondsumschichtungen – werden zudem Bildung, Innovation, Energie, Building Renovation und Soziales zusätzlich abgesichert. "Weniger Schulden, mehr gezielte Investitionen, stärkere Dienste für die Menschen – das ist die Handschrift dieses Nachtragshaushalts", sagte Kompatscher.
pio
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- "Weniger Schulden, mehr gezielte Investitionen, stärkere Dienste für die Menschen – das ist die Handschrift dieses Nachtragshaushalts", sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher. (Foto: LPA/Gnews) » [IMG 3 MB]
- Der Südtiroler Landtag hat am 22. Juli den Nachtragshaushalt 2026 genehmigt. Die Maßnahme verbindet finanzielle Nachhaltigkeit, infrastrukturelle Entwicklung und sozialen Zusammenhalt und stellt insgesamt rund 1,029 Milliarden Euro bereit. (Foto: LPA/Gnews) » [IMG 2 MB]
- Der Südtiroler Landtag hat am 22. Juli den Nachtragshaushalt 2026 genehmigt. (Foto: LPA/Gnews) » [IMG 2 MB]

