Neues Führungs- und Finanzierungsmodell für GEOPARC Bletterbach
Landesregierung genehmigt Vereinbarung zwischen Land, Gemeinde Aldein und Sonderbetrieb "GEOPARC Bletterbach" – Pauschaler Beitrag des Landes für institutionelle Aufgaben
BOZEN/ALDEIN (LPA). Die Neuausrichtung des GEOPARC Bletterbach ist einen weiteren Schritt vorangekommen: Am 30. Oktober hat die Landesregierung auf Vorschlag von Umwelt-, Natur- und Klimaschutzlandesrat Peter Brunner die Vereinbarung zwischen Land Südtirol, Gemeinde Aldein und Sonderbetrieb "GEOPARC Bletterbach" zur Führung des Besucherzentrums genehmigt. Sie ist für zwei Jahre, vom 1. Jänner 2027 bis 31. Dezember 2028, gültig.
"Ziel ist es, eine qualifizierte und nachhaltige Führung des GEOPARC Bletterbach sicherzustellen und einen stabilen Finanzrahmen im Einklang mit den Zielsetzungen des Landes im Bereich der UNESCO‑Stätten zu gewährleisten", betonte Landesrat Brunner in der Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung der Landesregierung. "Die Neuausrichtung des GEOPARCs führt nämlich nicht nur einer Ausweitung der Aufgaben, sondern auch zu einem zusätzlichen Finanzbedarf."
Das neue Finanzierungsmodell sieht einen Pauschalbeitrag des Landes in der Höhe von 350.000 Euro pro Jahr vor. Dieser wird für die Ausübung der institutionellen Aufgaben gewährt, die dem GEOPARC Bletterbach als UNESCO-Besucherzentrum übertragen sind. Damit sollen Personalkosten, Kosten für Dienstleistungen sowie Kosten für Güter und Materialien, die für die Erfüllung dieser Aufgaben erforderlich sind, gedeckt werden. Die Gemeinde Aldein hingegen kommt für jene Kosten auf, die nicht den vom Land finanzierten institutionellen Aufgaben zuzuordnen sind und die nicht durch eigene Einnahmen des Sonderbetriebs gedeckt sind.
Neuausrichtung seit 2025 im Gange
Das neue Führungs- und Finanzierungsmodell ist ein Kernstück der Neuausrichtung des Besucherzentrums GEOPARC Bletterbach. Dazu hat die Gemeinde Aldein mit Jänner 2026 den Sonderbetrieb "GEOPARC Bletterbach" eingerichtet. Zuvor war die gemeindeeigene Einrichtung und ihre Tätigkeit jahrelang vom Land Südtirol unterstützt worden – zunächst mit Förderungen aus dem Landschaftsfonds und anschließend mit einem Beitrag für Jahresprogramme mit bis zu 70 Prozent der anerkannten Kosten. Seit 2025 befindet sich der GEOPARC Bletterbach in einer Phase der strategischen Neuausrichtung: In diesem Rahmen soll die Tätigkeit auf das gesamte Jahr ausgedehnt werden, das Besucherzentrum erweitert und die wissenschaftliche Tätigkeit weiterentwickelt sowie Forschungs- und Kooperationsprojekte auf internationaler Ebene durchgeführt werden (LPA hat berichtet). Die Arbeiten für die Erweiterung des Besucherzentrums sollen 2027 beginnen.
mpi
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- "Ziel ist es, eine qualifizierte und nachhaltige Führung des GEOPARC Bletterbach sicherzustellen und einen stabilen Finanzrahmen im Einklang mit den Zielsetzungen des Landes im Bereich der UNESCO‑Stätten zu gewährleisten", betonte Landesrat Peter Brunner im Anschluss an die Sitzung der Landesregierung am 30. Oktober. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Das Naturdenkmal Bletterbach bildet eines von neun Teilgebieten des Dolomiten UNESCO Welterbes. Mit Beschluss der Landesregierung vom 30. Oktober wird die Finanzierung und Führung des Besucherzentrums neu aufgestellt. (Foto: LPA/Vera Brunetti) » [IMG 1 MB]
- 270 Millionen Jahre Erdgeschichte werden im GEOPARC Bletterbach greifbar: Zur Führung des Besucherzentrums haben Land Südtirol, Gemeinde Aldein und Sonderbetrieb "GEOPARC Bletterbach" eine Vereinbarung geschlossen. (Foto: LPA/Vera Brunetti) » [IMG 2 MB]
- Besucherzentrum GEOPARC Bletterbach: Die Landesregierung hat am 30. Oktober das neue Führungs- und Finanzierungsmodell genehmigt, das ein Kernstück der Neuausrichtung des GEOPARC Bletterbach ist. (Foto: LPA/Vera Brunetti) » [IMG 3 MB]
- Präsentation zur Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung vom 30. Oktober: Die Folien zum GEOPARC Bletterbach finden sich im zweiten Teil der Präsentation. » [PDF 1 MB]



