Sicherer Umgang mit sozialen Medien: Jugendliche informieren Landesrat

30.09.2026, 09:10

Fünf Südtiroler Jugendliche haben im Juni an der Österreichischen Jugendkonferenz teilgenommen - Stellen bei Treffen mit Landesrat Achammer Vorschläge zum sicheren Umgang mit sozialen Medien vor

Sprachen über die Erfahrungen bei der Österreichischen Jugendkonferenz: (v.l.) Amtsdirektor Konrad Pamer, Marie Niederstätter, Landesrat Philipp Achammer, Anna Lena Stecher, Anna Ortler, Noah Steiner, Kevin Pichler. (Foto: LPA/Amt für Jugendarbeit)
Sprachen über die Erfahrungen bei der Österreichischen Jugendkonferenz: (v.l.) Amtsdirektor Konrad Pamer, Marie Niederstätter, Landesrat Philipp Achammer, Anna Lena Stecher, Anna Ortler, Noah Steiner, Kevin Pichler. (Foto: LPA/Amt für Jugendarbeit)

BOZEN (LPA). Fünf Südtiroler Jugendliche haben im Juni, gemeinsam mit dem Direktor des Amtes für Jugendarbeit Konrad Pamer, an der Österreichischen Jugendkonferenz in St. Pölten teilgenommen. Diese widmete sich dem sicheren Umgang mit sozialen Medien und stellte dabei Fragen der Medienbildung, der psychischen Gesundheit junger Menschen und der Regulierung digitaler Plattform. 

Vor Kurzem haben Anna Lena Stecher, Anna Ortler, Noah Steiner, Kevin Pichler und Marie Niederstätter Jugendlandesrat Philipp Achammer von ihren Erfahrungen berichtet. Sie konnten bei der Jugendkonferenz Sichtweisen und Anliegen junger Menschen aus Südtirol in den überregionalen Dialog einbringen und damit als Sprachrohr ihrer Generation fungieren. 

"Jugendpolitik lebt davon, jungen Menschen zuzuhören und ihre Perspektiven ernst zu nehmen. Die Ergebnisse der Jugendkonferenz zeigen eindrucksvoll, wie differenziert sich Jugendliche mit den Chancen und Herausforderungen der digitalen Welt auseinandersetzen. Es ist wichtig, solche Anliegen aufzugreifen und in politische Diskussionen einzubringen", betonte Landesrat Achammer beim Treffen.

Die Teilnahme von fünf Jugendlichen aus Südtirol an der Österreichischen Jugendkonferenz wird seit vielen Jahren vom Amt für Jugendarbeit ermöglicht und hat bereits lange Tradition.

Zusatzinformationen

Was ist die Österreichische Jugendkonferenz?

BOZEN (LPA). Die Österreichische Jugendkonferenz fand vom 10. bis 12. Juni 2026 in St. Pölten statt. Rund 60 junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren aus allen österreichischen Bundesländern und Südtirol erarbeiteten dort gemeinsam Empfehlungen für Politik und Verwaltung. Im Rahmen des Europäischen Jugenddialogs stand die Konferenz unter dem Titel "Die EU, Social Media & Du" und beschäftigte sich mit der Frage, wie digitale Räume sicherer, demokratischer und jugendgerechter gestaltet werden können. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Bundesjugendvertretung in Kooperation mit dem Landesjugendreferat Niederösterreich und dem österreichischen Bundeskanzleramt.

Während der Konferenz diskutierten die Jugendlichen unter anderem darüber, wie Fake News erkannt werden können, welche Auswirkungen Soziale Medien auf die psychische Gesundheit haben, wie digitale Plattformen reguliert werden sollten und welche Verantwortung Politik und Gesellschaft bei der Gestaltung digitaler Räume tragen. Die Teilnehmenden entwickelten dazu einen umfassenden Forderungskatalog.

Zu den zentralen Anliegen der Teilnehmenden an der Jugendkonferenz zählen die Einführung eines eigenen Schulfachs Medienbildung, die stärkere Verankerung von Medienkompetenz in Schule und außerschulischer Jugendarbeit, ein besserer Zugang zu Schulpsychologinnen und Schulpsychologen sowie Therapie- und Beratungsangeboten für junge Menschen. Darüber hinaus fordern die Jugendlichen mehr Transparenz bei Algorithmen, strengere Datenschutzregelungen, wirksamere Maßnahmen gegen Hassrede und Desinformation sowie eine stärkere Regulierung von KI-Anwendungen.

red/ck