Straßen: Bau und Instandhaltung künftig in einer Landesagentur

05.10.2026, 13:16

Landesregierung: Mit der Agentur für Straßen wird die Organisation der Straßeninfrastruktur innerhalb des Landesdienstes an künftige Herausforderungen angepasst – Arbeitsverträge bleiben unverändert

Für die künftige Agentur für Straßen wurde ein neues Organisationsmodell ausgearbeitet, das den Straßendienst und den Tiefbau unter einem Dach vereint. Im Gruppenbild mit Personallandesrätin Magdalena Amhof (zweite von links in der ersten Reihe) und Infrastruktur- und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider (dritter von links in der ersten Reihe). (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)
Für die künftige Agentur für Straßen wurde ein neues Organisationsmodell ausgearbeitet, das den Straßendienst und den Tiefbau unter einem Dach vereint. Im Gruppenbild mit Personallandesrätin Magdalena Amhof (zweite von links in der ersten Reihe) und Infrastruktur- und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider (dritter von links in der ersten Reihe). (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

BOZEN (LPA). Die Abteilung Straßendienst und Abteilung Tiefbau werden unter einer gemeinsamen Organisation zusammengeführt und künftig im Rahmen einer Agentur für Straßen noch enger zusammenarbeiten. Das neue Modell, das auf Initiative der Landesregierung ausgearbeitet wurde, soll den neuen Anforderungen an die Instandhaltung der Straßeninfrastruktur in Südtirol gerecht werden. An dem Vorhaben, das nun umgesetzt werden soll, arbeiteten in Abstimmung mit Landeshauptmann Arno Kompatscher die Landesräte Daniel Alfreider (Infrastrukturen und Mobilität) und Magdalena Amhof (Personal) mit.

Das Organisationsmodell wird ausschließlich öffentlich-rechtlich ausgestaltet. "Wir haben sehr genau geprüft, welche Organisationsform den Anforderungen der kommenden Jahre gerecht wird und zugleich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Sicherheit bietet", erklärt Landeshauptmann Kompatscher. "Dank des Autonomiestatuts und seiner Durchführungsbestimmungen wurde die Zuständigkeit für die Straßenverwaltung an Südtirol übertragen. Es freut mich, dass diese Zuständigkeit des Landes nun konsequent weiterentwickelt wird."

In den kommenden Jahren werde eine starke Pensionierungswelle die Strukturen prägen, betont Landesrat Alfreider. Gleichzeitig veränderten Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und neue Technologien die Art und Weise, wie Straßen geplant, gebaut, überwacht und instand gehalten werden. "Wir müssen daher bereits heute die organisatorischen Voraussetzungen schaffen, damit wir auch morgen schnell und effizient handeln können", sagt Alfreider.

Die Agentur für Straßen soll enge Zusammenarbeit, starke Synergien und eine gemeinsame Perspektive für eine leistungsfähige Organisation der Südtiroler Straßeninfrastruktur ermöglichen und zugleich Kontinuität für die Beschäftigten sichern. "Im Unterschied zum Vorschlag von Juni 2024, der die Gründung einer Inhouse-Gesellschaft vorgesehen hatte, haben wir uns nun gemeinsam für ein rein öffentliches Modell innerhalb des Landesdienstes entschieden, bei dem alle Arbeitsverträge unverändert bleiben", bekräftigt Personallandesrätin Amhof in Abstimmung mit Alfreider. Vergleichbare Organisationsstrukturen hätten sich mit den Agenturen für Bevölkerungsschutz, Landesdomäne und öffentliche Verträge bereits bewährt. Mit der Entscheidung seien die Anliegen der Beschäftigten und Gewerkschaften aus dem Jahr 2024 ernst genommen und deren Wunsch nach einem Verbleib im rein öffentlichen Dienst berücksichtigt worden.

"Die bestehenden Arbeitsverträge und die bisherigen Rahmenbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben unverändert. Ihre Erfahrung und ihr Know-how sind unersetzbar, und genau darauf wollen wir die künftige Entwicklung aufbauen", unterstreicht Amhof.

Alfreider ergänzt: "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wichtigste Komponente in unserem Bereich. Wir wollen die vorhandenen Kompetenzen von Bau und Betrieb noch besser miteinander verbinden sowie Flexibilität und Synergien nutzen. Erhaltung und Neubau bleiben eigenständig, werden sich künftig aber noch stärker ergänzen." Der Mobilitätslandesrat verweist zudem auf die Herausforderungen der kommenden Jahre: "Vor uns liegen umfangreiche mehrjährige Investitionsprogramme. Gleichzeitig schreitet die technologische Entwicklung mit großer Geschwindigkeit voran. Extreme Wetterereignisse, alternde Bauwerke, Sicherheitsanforderungen, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, neue Maschinen, Materialien und Arbeitsmethoden werden unsere Arbeit weiter verändern. Darauf müssen wir organisatorisch vorbereitet sein."

red/kat

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