Verkehrsberuhigung Grödner Joch:Start digitale Testphase 22. September
Freiwillige können vom 22. September bis 5. Oktober digitale Anwendungen testen und damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung zukünftiger Mobilitätslösungen leisten
BOZEN/CORVARA/ST. CHRISTINA/ST. ULRICH/WOLKENSTEIN (LPA). Vom 22. September bis zum 5. Oktober 2026 wird am Grödner Joch eine digitale Testphase durchgeführt. Ziel ist es, technische Systeme zu erproben und zusätzliche Erkenntnisse für die Entwicklung von Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung zu gewinnen (LPA hat berichtet). Dabei kommen erstmals verschiedene digitale Anwendungen auf freiwilliger Basis zum Einsatz.
Im Mittelpunkt stehen dabei digitale Anwendungen und eine Befragung der Verkehrsteilnehmer. Über ein Online-Tool können Interessierte ihre Durchfahrt über das Grödner Joch freiwillig registrieren und gleichzeitig einen kurzen Fragebogen ausfüllen. Darüber hinaus werden digitale Schnittstellen für Beherbergungs- und gastronomische Betriebe getestet. Diese werden gemeinsam mit freiwillig teilnehmenden Betrieben in Gröden und im Gadertal unter realen Bedingungen erprobt.
Begleitend dazu werden stichprobenartige Befragungen am Pass durchgeführt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse ergänzen die bereits vorhandenen Daten aus unterschiedlichen Quellen. Dazu zählen Verkehrsanalysen mittels Magnetschleifen und Kameras, Informationen von Navigationsdiensten, Mobilfunkdaten, Daten des öffentlichen Verkehrs sowie Nutzungszahlen der Aufstiegsanlagen.
Die im Rahmen der Erhebungsphase gesammelten Informationen bilden die Grundlage für die anschließende Analyse und Simulation verschiedener Szenarien zur Verkehrsberuhigung am Grödner Joch. Dabei sollen die möglichen Auswirkungen unterschiedlicher Maßnahmen auf den Verkehrsfluss und die Erreichbarkeit des Passes untersucht werden.
Die digitale Testphase sei ein wichtiger Schritt, um Lösungen für die Verkehrssituation am Grödner Joch auf einer fundierten Datengrundlage zu entwickeln. Gleichzeitig ermögliche sie es Bürgerinnen und Bürgern, die digitalen Anwendungen aktiv mitzutesten und ihre Erfahrungen einzubringen, betonen die Projektverantwortlichen.
Unterstützt wird das Projekt vom Ressort für Infrastruktur und Mobilität des Landes. "Die digitale Testphase in diesem Jahr hilft, Klarheit zu schaffen, in welche Richtung die künftige Verkehrsreduzierung gehen soll. Davon abhängig sind auch Entscheidungen in unserem Ressort wie die Auswirkungen auf den öffentlichen Personenverkehr oder infrastrukturelle Maßnahmen auf der Landesstraße wie zum Beispiel Checkpoints", erklärt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. "Dank dem großen Engagement der Arbeitsgruppe sind wir wieder einen Schritt weiter. Nach der Testphase gilt es, auch die Bevölkerung in den beiden Tälern vom finalen Konzept zu überzeugen", betont Alfreider. Verkehrseinschränkungen seien nur möglich, wenn die Einschränkung von Freiheiten auch breit mitgetragen werden.
Für weitere Informationen zur Teilnahme an der digitalen Testphase steht vom 22. September bis 5. Oktober 2026 die Hotline 0471 777906 zur Verfügung. Sie ist montags bis samstags von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags von 9.30 bis 12 Uhr und von 16 bis 18 Uhr erreichbar.
Weitere Informationen, häufig gestellte Fragen (FAQ) sowie das digitale Anmeldeformular zur freiwilligen Teilnahme an der Testphase finden sich unter: www.dolomites-lowemission.com
red/kat