Weiterentwicklung im Kindergarten: Familienbeirat gibt Forderungen mit
Landesrat Achammer informiert zu Maßnahmen im Kindergarten und zur frühkindlichen Förderung – Familienbeirat begrüßt Ausrichtung, fordert aber weitere familienfreundliche Maßnahmen
BOZEN (LPA). In regelmäßigen Abständen lädt der Familienbeirat des Landes Regierungsmitglieder ein, um über deren Zuständigkeitsbereiche zu diskutieren. Bei der jüngsten Sitzung des Beirates war Bildungslandesrat Philipp Achammer zu Gast und informierte über den Ausbau der verlängerten Öffnungszeiten im Kindergarten und die Stärkung der Chancengerechtigkeit in der Bildung durch gezielte frühkindliche Förderung. "Der regelmäßige Austausch mit den Landesrätinnen und Landesräten stärkt den Informationsfluss und macht deutlich, dass Familienanliegen in alle Politikbereiche einfließen", betont die Vorsitzende des Familienbeirates, Familienlandesrätin Rosmarie Pamer.
Damit mehr Kindergärten verlängerte Öffnungszeiten im Bildungsjahr anbieten können, sollten zusätzliche Stellen geschaffen und flexiblere Teilzeitmodelle für das Personal eingeführt werden, berichtete Landesrat Achammer. "Familien brauchen verlässliche Angebote. Deshalb bauen wir die verlängerten Öffnungszeiten in den Kindergärten aus, schaffen zusätzliche Stellen und stärken gezielt die frühkindliche Förderung. Bei allen organisatorischen Fragen gilt: Das Wohl und die beste Förderung unserer Kinder müssen stets im Mittelpunkt stehen. Den Familien kommen wir entgegen, aber ebenso muss die Planungssicherheit für das Personal garantiert bleiben", unterstreicht Bildungslandesrat Achammer.
Die Mitglieder des Familienbeirates des Landes begrüßten die geplanten Maßnahmen. Gleichzeitig seien jedoch weitere Maßnahmen anzugehen. Eine Forderung des Familienbeirates ist der zweite Eintrittstermin im Kindergartenjahr, verlässliche Regelöffnungszeiten an allen Wochentagen (inklusive Freitag) bis 14.30 Uhr ab der ersten Kindergartenwoche, eine Entkoppelung des Kindergartenkalenders von jenem der Schule sowie die weitere Entlastung des Personals von bürokratischen Aufgaben zugunsten der Arbeit mit den Kindern. Diese Punkte wurden dem Landesrat gegenüber angesprochen.
Weiteres Gesprächsthema war die frühkindliche Förderung: Diese solle durch die Ausdehnung des Tätigkeitsbereichs von Sozialpädagogen und -pädagoginnen auf den Kindergarten, durch den Ausbau der Lesefrühförderung und die Einführung von Lese-Mentoring-Programmen im Kindergarten, durch Tagesheimangebote für Grundschülerinnen und -schüler sowie durch eine engere Verknüpfung von Bildung, Betreuung und Förderung in der Nachmittagsbetreuung erfolgen. Die Mitglieder des Familienbeirates regten dazu an, vernetzt mit den "Frühen Hilfen" zusammenzuarbeiten sowie bereits bestehende Angebote im Bereich der sozialpädagogischen Tagesbetreuung zu berücksichtigen. Auch gelte es, gezielte Maßnahmen für Kleinkinder, die aus Familien mit Migrationshintergrund stammen, zu entwickeln. Hierzu könnten auch die Gemeinden einbezogen werden und eine koordinierende Rolle übernehmen.
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- Bildungslandesrat Philipp Achammer (4. von links) informierte die Mitglieder des Familienbeirates über Maßnahmen zur Weiterentwicklung im Kindergarten. (Foto: LPA/Katharina Fleischmann) » [IMG 208 kB]
- Der Familienbeirat des Landes begrüßt die von Bildungslandesrat Achammer vorgestellte Ausrichtung, fordert aber weitere familienfreundliche Maßnahmen. (Foto: LPA/Katharina Fleischmann) » [IMG 206 kB]
