Wildbachverbauung: Sterzing und Pfitsch informieren sich zum Eisack

30.10.2026, 07:55

Rund 100 Interessierte informieren sich über Eisack-Projekt der Wildbachverbauung in Sterzing und Pfitsch: Innsbrucker Straße bleibt offen, Bauzeit im Flussbett auf zwei Bausaisonen verkürzt

Rund 100 Interessierte informierten sich am 22. Oktober im Vigil-Raber-Saal in Sterzing über den Hochwasserschutz am Eisack und die geplanten Bauarbeiten. (Foto: LPA/Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord in der Agentur für Bevölkerungsschutz/Philipp Walder)
Rund 100 Interessierte informierten sich am 22. Oktober im Vigil-Raber-Saal in Sterzing über den Hochwasserschutz am Eisack und die geplanten Bauarbeiten. (Foto: LPA/Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord in der Agentur für Bevölkerungsschutz/Philipp Walder)

STERZING (LPA). Die Innsbrucker Straße bleibt befahrbar, die Arbeiten im Flussbett werden auf zwei statt drei Bausaisonen verkürzt: Diese Neuerungen beim Hochwasserschutz am Eisack standen im Mittelpunkt des öffentlichen Informationsabends am 22. Oktober im Vigil-Raber-Saal in Sterzing. Rund 100 Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibende und lokale Vertreter informierten sich über das Vorhaben und seine Auswirkungen auf den Alltag vor Ort.

Die Fachleute des Landesamtes für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord in der Agentur für Bevölkerungsschutz erläuterten das Projekt, die Änderungen gegenüber der ursprünglichen Planung und den Zeitplan. Die Baufirma Strabag stellte die Baustellenorganisation vor. Anschließend beantworteten die Verantwortlichen Fragen aus dem Publikum. Auch die Bürgermeister von Sterzing und Pfitsch nahmen am Informationsabend teil.

Mit den beiden Änderungen sollen die Belastungen für Anwohner, Betriebe und Verkehr möglichst gering gehalten werden. Anders als zunächst geplant bleibt die Innsbrucker Straße während der Bauarbeiten für den Verkehr offen. Die Arbeiten im Flussbett werden zudem in zwei statt drei Bausaisonen umgesetzt.

Der Fachbereich Wildbachverbauung wird in diesen Tagen mit den Arbeiten beginnen. Im Flussbett wird bei Niedrigwasser zwischen November und April gebaut. In diesem und im kommenden Jahr werden Pfähle hergestellt und die Ufermauern vom Flussbett aus unterfangen. In den Jahren 2027 und 2028 wird das Flussbett aufgeweitet, abgesenkt und mit einer bentonitischen Geokompositmatte abgedichtet.

Das Projekt erstreckt sich über den Eisackabschnitt zwischen der Brücke der Staatsstraße 12 an der Nordeinfahrt von Sterzing und der Brücke der Staatsstraße 12 bei Hofer in den Gemeinden Sterzing und Pfitsch. Neben dem Hochwasserschutz für das Siedlungsgebiet sind die Anpassung und der Wiederaufbau von Ufermauern und Böschungen sowie neue Geh- und Radwegbrücken vorgesehen. Auch öffentliche Räume und Wege am Fluss werden aufgewertet. Zugleich sollen die Gewässerökologie, das Grundwasser und die Fischfauna geschützt und verbessert werden.

Auftraggeber ist die Agentur für Bevölkerungsschutz mit dem Funktionsbereich Wildbach- und Lawinenverbauung. Das Projekt hat ein Volumen von rund 15,7 Millionen Euro und wird von der Europäischen Union über den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Programms EFRE Cohesion Italy 21–27 Alto Adige/Südtirol kofinanziert.

mac