#halbzeit Amhof 1/3: Europäische Mittel für Innovation und Jugend
Die in Südtirol eingesetzten EU-Mittel wirken - Amhof beleuchtet Investitionen in Qualifizierung, Chancengleichheit und regionale Entwicklung – Über 13.000 Jugendliche profitieren von Maßnahmen
BOZEN (LPA). Die Wirkung der EU-Förderungen waren eines der drei Haupthemen, die Landesrätin Magdalena Amhof bei der #halbzeit-Pressekonferenz am 1. Juli in der Landesberufsschule in der Romstraße in Bozen angesprochen hat.
50 Millionen Euro gegen Schulabbruch
Einen Fokus legte Amhof auf das Paket, das über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) finanziert wird. Ein Drittel aus der Gesamtdotierung, rund 50 Millionen Euro, fließt in Initiativen, die den Verbleib junger Menschen im Bildungssystem unterstützen und ihre Schlüsselkompetenzen stärken. "Es geht um gleiche Chancen beim Zugang zu Bildung, wir machen junge Menschen aber auch fit für den Arbeitsmarkt", betonte die Landesrätin.
147 Südtiroler Schulen aller Stufen sind derzeit beteiligt, erreicht werden über 13.000 Schülerinnen und Schüler. Das Paket umfasst 225.000 Stunden an gezielten Aktivitäten, darunter niederschwellige Beratungsangebote direkt an den Schulen, sozialpädagogische Unterstützung sowie gezielte Förderung in Sprach- und MINT-Fächern.
Frauen in Arbeitswelt gezielt unterstützen
Parallel dazu wird die Erwerbsbeteiligung von Frauen gefördert. Über das Women-Empowerment-Konzept werden ebenfalls mit ESF+-Mitteln Weiterbildungsprogramme, Mentoring-Initiativen und Projekte zur Förderung von Unternehmerinnen unterstützt. "Frauen brauchen Rahmenbedingungen, damit sie ihr volles Potenzial am Arbeitsmarkt entfalten können", erklärte Amhof.
In der Planung der Prioritäten für die EU-Förderperiode 2028–2034 wird daher ein Schwerpunkt auf Frauen und Beschäftigung gelegt.
Südtirol als europäisches Best-Practice-Beispiel für CLLD
Besonders stolz zeigte sich die Landesrätin über die Entwicklung des CLLD-Ansatzes (Community-Led Local Development, also lokale Entwicklung, die von der Gemeinschaft getragen wird). Im Rahmen des Interreg-Programms Italien-Österreich sind in der vergangenen Periode rund 200 kleinere, innovative Projekte im Gesamtwert von 11,2 Millionen Euro auf Initiative lokaler Vereine, Institutionen oder von Bürgerinnen und Bürgern entstanden. Für die aktuelle Periode wurde dieses Budget auf rund 19 Millionen Euro aufgestockt. "Unser Programmgebiet gilt europaweit als Vorreiter und Studienstätte für gelungene Regionalentwicklung. Deshalb wird in der Abteilung Europa ein eigenes Kompetenzzentrum für CLLD entstehen", kündigte Amhof an.
san