#halbzeit Amhof 3/3: Öffentlicher Dienst wird attraktiver
Mit höheren Gehältern, flexibleren Arbeitsmodellen und neuen Ausbildungswegen soll laut Landesrätin Amhof der öffentliche Dienst nachhaltig gestärkt werden
BOZEN (LPA). Für das Funktionieren des Landes ist das Personal im öffentlichen Dienst zentral. Angesichts von Pensionierungswelle und Fachkräftemangel investiert das Land massiv in die Attraktivität des öffentlichen Dienstes. Im Rahmen der #halbzeit‑Pressekonferenz stellte Landesrätin Magdalena Amhof am 1. Juli in Bozen Maßnahmen im Bereich Personal vor, die den öffentlichen Dienst attraktiver und gleichzeitig fit für die Herausforderungen von morgen machen sollen.
Bildungsberufe werden finanziell attraktiver
Dabei nannte Amhof die Lohnaufwertung im Bildungsbereich, also für das Lehrpersonal, das Bildungspersonal der Kindergärten und die Mitarbeitenden in den Bereichen Integration, Sozialpädagogik und Schulsozialpädagogik. Durch strukturelle Inflationsanpassung und reale Gehaltserhöhung werden Lehrpersonen künftig durchschnittlich 800 Euro brutto mehr pro Monat erhalten. Der Zweckbindungsbeschluss für den Bereich der Landeschulen wurde vor zehn Tagen genehmigt, die definitive Vertragsunterzeichnung für die Lehrkräfte der Schulen staatlicher Art am heutigen Mittwoch (1. Juli). Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den qualifizierten Berufseinsteigern: Sie steigen künftig direkt in die zweite Gehaltsstufe ein, was einem jährlichen Plus von bis zu 7.000 Euro brutto entspricht.
27 Kollektivverträge umgesetzt und Arbeitsbedingungen verbessert
Auch für den restlichen öffentlichen Dienst wurden umfassende Verbesserungen umgesetzt, insgesamt 27 Kollektivverträge auf den Weg gebracht und unter anderem eine strukturelle Inflationsanpassung eingeführt. "Diese werden wir noch weiterentwickeln", betonte die Landesrätin. Daneben wurden auch die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst modernisiert. Flexible Arbeitszeiten, der kurze Freitag, bessere Elternzeit-Regelungen sowie Zusatzangebote wie südtirolmobil-Fix365-Pass stärken laut Landesrätin die Attraktivität des Arbeitgebers Land.
Mehr Frauen in Führung bringen und innovative Ausbildung
Einen Schwerpunkt legt Landesrätin Amhof auch auf die Förderung von Frauen in Führungspositionen. Obwohl rund 70 Prozent der Beschäftigten weiblich sind, liegt ihr Anteil in Führungsrollen in der öffentlichen Verwaltung bei 38,1 Prozent. Hier sollen laut Amhof gezielte Maßnahmen ansetzen, um die Rahmenbedingungen zu verändern.
Auch für die vorzeitige Auszahlung der Abfertigung wurden inzwischen die formalrechtlichen Hürden überwunden, wie Amhof erläuterte. Die Umsetzung soll ab Herbst nach Abschluss des entsprechenden Bereichsvertrags erfolgen.
Als Ziel für die nächste Zeit nannte Amhof die Einführung von zwei innovativen Ausbildungswegen – einer internen Verwaltungsschule und der berufsspezialisierenden Lehre im öffentlichen Dienst. "Damit setzen wir neue Maßstäbe für die Qualifizierung des Personals und sichert so die Zukunftsfähigkeit des öffentlichen Dienstes", sagte die Landesrätin.
san