#halbzeit Amhof 2/3: Neue Strategien sichern Südtirol Arbeitskräfte

01.07.2026, 10:26

Der Arbeitsmarkt wandelt sich - Südtirol setzt laut Landesrätin Magdalena Amhof im Bereich Arbeit gezielt auf junge Menschen, Frauen und Inklusion

"Früher ging es darum, Arbeitsplätze zu schaffen. Heute geht es darum, Menschen für die freien Arbeitsplätze zu finden und im Land zu halten. Unser Ziel bleibt ist ein Arbeitsmarkt, der Chancen schafft, Potenziale nutzt und unsere Betriebe stärkt", betonte Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof bei der Pressekonferenz zur #halbzeit der Legislatur in einem der Praxisräume der der Landesberufsschule  für Handwerk und Industrie in Bozen. (Foto: LPA/Greta Stuefer)
"Früher ging es darum, Arbeitsplätze zu schaffen. Heute geht es darum, Menschen für die freien Arbeitsplätze zu finden und im Land zu halten. Unser Ziel bleibt ist ein Arbeitsmarkt, der Chancen schafft, Potenziale nutzt und unsere Betriebe stärkt", betonte Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof bei der Pressekonferenz zur #halbzeit der Legislatur in einem der Praxisräume der der Landesberufsschule für Handwerk und Industrie in Bozen. (Foto: LPA/Greta Stuefer)

BOZEN (LPA). Landesrätin Magdalena Amhof stellte bei der #halbzeit-Pressekonferenz am 1. Juli in Bozen die zentrale Herausforderung im Bereich Arbeit klar: "Früher ging es darum, Arbeitsplätze zu schaffen. Heute geht es darum, Menschen für die freien Arbeitsplätze zu finden und im Land zu halten". Mit der Strategie AM#S²2030 wurden klare Leitlinien für die nächsten Jahre festgelegt. "Unser Ziel bleibt ist ein Arbeitsmarkt, der Chancen schafft, Potenziale nutzt und unsere Betriebe stärkt", erklärte Amhof.

Arbeitseinblicke für Jugendliche und Bindung an Südtiroler Arbeitsmarkt

Ein Fokus liegt laut Amhof auf dem Übergang von der Schule in die Arbeitswelt. Dazu wurden Orientierungspraktika reformiert und aufgewertet: Ab 2027 beträgt die Mindestvergütung 600 Euro (vorher: 300 Euro). Zudem wurden klare Qualitätsstandards festgelegt. "Wer Arbeit praktisch erlebt und positive Erfahrungen sammelt, entscheidet sich später viel eher für eine Ausbildung und einen Beruf in Südtirol§, betonte Amhof.

Erwerbsbeteiligung von Frauen gezielt erhöhen

Obwohl Südtirol bei der Frauenerwerbsquote mit 74,3 Prozent national einen Spitzenplatz einnimmt, liege man noch hinter Regionen wie dem Bundesland Tirol zurück, so die Landesrätin. "Wir wollen die Frauenerwerbsquote auf 78 Prozent steigern und dafür sorgen, dass Frauen ihr Potenzial in allen Branchen entfalten können und fair entlohnt werden", erläuterte Amhof. Dazu werden individuelle Beratung, gezielte Weiterbildung und EU-geförderte Maßnahmen angeboten.

Neue umfassende Jobplattform mit 90 Prozent aller offenen Stellen

Ein Fortschrifft für einge leichtere Jobsuche ist laut Amhof die laufende Weiterentwicklung der eJob-Börse. Während das landeseigene Portal bisher rund 20 Prozent der offenen Stellen abbildete, werden derzeit andere Plattformen integriert. "Ziel ist es, über 90 Prozent aller offenen Stellen Südtirols sichtbar zu machen", sagte die Landesrätin.

Mehr Chancen für Menschen mit erschwertem Zugang

Über das Programm ProAbility wurde das Prämiensystem für die Einstellung von Menschen mit Behinderung stark vereinfacht und digitalisiert. "Knapp 800 Förderansuchen von Arbeitgebern konnten im laufenden Jahr unbürokratisch abgewickelt werden", berichtete Amhof. Zudem unterstütze ein Projekt mit der Quästur die Reisepassausstellung und schaffe gleichzeitig neue Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt.

san