Kompatscher fordert stärkere Rolle der Regionen in Europa
Landeshauptmann wirbt bei EURegions4Cohesion für eine starke territoriale Dimension der EU-Politik und mehr Verantwortung der Regionen
BRÜSSEL (LPA). "Starke Regionen sind nicht nur Umsetzer europäischer Politik. Sie sind aktive Mitgestalter der Zukunft Europas." Das hat Landeshauptmann Arno Kompatscher am 29. September bei der Konferenz EURegions4Cohesion in Brüssel betont.
Angesichts geopolitischer Spannungen, des Klimawandels, des demografischen Wandels und des technologischen Umbruchs komme den Regionen eine zentrale Rolle zu. "Die großen Herausforderungen werden dort konkret, wo Menschen leben, arbeiten und miteinander interagieren – in unseren Regionen, Gemeinden und besonders in den Grenzgebieten", sagte Kompatscher.
Mit Blick auf die laufenden Verhandlungen über den EU-Haushalt 2028–2034 unterstrich der Landeshauptmann die Bedeutung einer starken territorialen Dimension der europäischen Politik. "Nachhaltige Entwicklung entsteht, wenn europäische Ziele mit den Realitäten vor Ort verbunden werden", betonte Kompatscher. Regionen müssten ihre Kenntnisse und Erfahrungen stärker in die Gestaltung und Umsetzung europäischer Programme einbringen können.
Als Beispiel nannte er den Ansatz der Community-Led Local Development (CLLD) im Interreg-Programm Italien–Österreich. Dabei übernehmen lokale Akteure Verantwortung für die Entwicklung ihres Gebietes. "Wer in einem Gebiet lebt, kennt seine Herausforderungen und seine Potenziale am besten", unterstrich der Landeshauptmann. Gerade Grenzregionen seien "Laboratorien der europäischen Integration".
Europa müsse zudem stärker nach vorne blicken, sagte Kompatscher: "Wir brauchen Regionen, die nicht nur auf Veränderungen reagieren, sondern gemeinsame zukünftige Entwicklungen vorausschauen und gestalten."
Eine besondere Rolle spiele dabei die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. "Es geht um Zusammenarbeit statt Fragmentierung, Vielfalt statt Ausgrenzung, Dialog statt Polarisierung und Kompromiss statt Mehrheitsdenken", erklärte der Landeshauptmann.
Die Allianz EURegions4Cohesion, der 149 europäische Regionen angehören, setzt sich im Hinblick auf den EU-Haushalt 2028–2034 für eine starke, territorial ausgerichtete Kohäsionspolitik und eine stärkere Rolle der Regionen bei deren Gestaltung und Umsetzung ein.
pio
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- Laut Landeshauptmann Kompatscher geht es um Zusammenarbeit statt Fragmentierung, Vielfalt statt Ausgrenzung, Dialog statt Polarisierung und Kompromiss statt Mehrheitsdenken. (Foto: LPA/Mirco Paradiso) » [IMG 2 MB]
- "Wer in einem Gebiet lebt, kennt seine Herausforderungen und seine Potenziale am besten", unterstrich der Landeshauptmann Arno Kompatscher bei einem Treffen von EURegions4Cohesion, der europäischen Allianz von fast 150 Regionen aus 20 Mitgliedstaaten. (Foto: LPA/Mirco Paradiso) » [IMG 2 MB]
- "Starke Regionen sind nicht nur Umsetzer europäischer Politik. Sie sind aktive Mitgestalter der Zukunft Europas", betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Konferenz EURegions4Cohesion in Brüssel. (Foto: LPA/Mirco Paradiso) » [IMG 2 MB]
- "Die großen Herausforderungen werden dort konkret, wo Menschen leben, arbeiten und miteinander interagieren – in unseren Regionen, Gemeinden und besonders in den Grenzgebieten", sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Konferenz EURegions4Cohesion in Brüssel. (Foto: LPA/Mirco Paradiso) » [IMG 1 MB]


